Fachtagungen

Fachtagung 21. Februar 2020: Unterschätzte Risiken - gefährliche Flickschusterei

Lochfraß und Triumvirat des Schreckens

Bilanz der Fachtagung „Unterschätzte Risiken - gefährliche Flickschusterei"

Bericht von Ludwig Wasmus

Zur Fachtagung zu den Problemen schwach - und mittelradioaktiver Abfälle hatte das Fachportal „Atommülllreport“ in den Raschplatzpavillion nach Hannover eingeladen. Und in allen Vorträgen traten diese Probleme deutlich hervor.

Hauke Doerk vom Umweltinstitut München erläuterte in seinem Vortrag die Gesundheitsgefahren durch Radioaktivität und die erheblichen Unsicherheiten in der Bewertung der Wirkung der Strahlung. Als Besonderheit bei den schwach-und mittelradioaktiven Abfällen stellte er die Mischung der Strahlenarten sowie der chemotoxischen Wirkung heraus.

Präsentation Dr. Hauke Doerk, Physiker, Umweltinstitut München: Spezifische Gefahren schwach- und mittelradioaktiver Abfälle

Auf die radioaktiven Abfälle aus den Atomkraftwerken, die Konditionierungsmethoden und die Anforderungen an die Behälter ging Wolfgang Neumann in seinem Beitrag ein. Er beschrieb die Belastungen durch Konditionierungsanlagen und erklärte die Vorteile von dezentraler gegenüber zentraler Konditionierung.

Präsentation Dipl.-Physiker Wolfgang Neumann: Vom Atomkraftwerk zum Atommüllfass - Probleme beim Rückbau  und bei der Behandlung radioaktiver Abfälle

Oda Becker legte eine kurze Bestandsaufnahme der Zwischenlager für schwach-und mittelradioaktiven Abfälle vor und beschrieb anschaulich die Probleme der aktuellen Lagerung  der Gebinde, als Beispiele wurden Leese, Karlsruhe und Brunsbüttel genannt.

Präsentation Dipl.-Physikerin Oda Becker: Aktuelle Situation und Probleme der Zwischenlagerung schwach– und mittelradioaktiver Abfälle

Ursula Schönberger erläuterte, dass das alte Eisenerzbergwerk Schacht KONRAD, das 2027 als Atommülllager in Betrieb gehen soll, in keiner Weise den heutigen Anforderungen an die sichere Lagerung radioaktiver Abfälle entspricht. Sie kritisierte u.a., dass bei KONRAD eine deutlich höhere Strahlenbelastung beim Langzeitsicherheitsnachweis erreicht wird, als die aktuellen Anforderungen an die Lagerung hochradioaktiver Abfälle erlauben.

Präsentation Ursula Schönberger, Politologin, Atommüllreport: Aus der Zeit gefallen - Das Atommüllprojekt Schacht KONRAD

Die Forderung nach gleichen Sicherheitsanforderungen für die Lagerung von schwach/mittelradioaktiven und hochradioaktiven Abfällen stellte Jürgen Kreusch auf. Er wies ebenfalls auf die derzeit katastrophale Situation der Lagerung der Abfälle hin. Bezüglich KONRAD, Asse und Morsleben sprach er vom „Triumvirat des Schreckens“ und forderte das Projekt KONRAD nicht weiterzuverfolgen.

Präsentation Dipl.-Geologe Jürgen Kreusch: Sicherheitsanforderungen an die tiefengeologische Lagerung schwach– und mittelradioaktiver Abfälle

Einig waren sich alle Vortragenden in der Forderung nach strikter Anwendung des Minimierungsgebotes beim Umgang mit schwach- und mitteradioaktiven Abfällen.

Moderiert wurde die gut besuchte Veranstaltung souverän und kenntnisreich von Ursula Schönberger und Juliane Dickel.

24.06.2019

Aufgabe Atommüll: Staat, übernehmen Sie!

Bericht über den Fachworkshop "Wem gehört der Atommüll?" 20.04.2018
von Karsten Schmeißner, Regionalkonferenz "AKW Grohnde abschalten"

Mit dem neuen Standortauswahlgesetz wurde auch eine Neuordnung der Verantwortung im Umgang mit dem Atommüll und ein neues Finanzierungskonzept vom Bundestag beschlossen. Zu diesem Thema veranstaltete das Fachportal Atommüllreport am Freitag, dem 20.4. in Hannover den Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll“, an dem 40 Vertreter von Firmen, Behörden, Wissenschaft, Initiativen und Umweltverbänden teilnahmen.

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Rubriken: Atommüll, Fachtagungen

04.05.2018

Fachtagung 25.11.2016: Probleme bei der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle

Selbst in der zuversichtlichsten Annahme der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe dauert die Einlagerung der Abfälle in eine tiefengeologische Lagerstätte bis 2070. 23 - 36 Jahre nachdem die Betriebsgenehmigungen für die Zwischenlager erloschen sind. Was passiert mit den Castoren in der Zwischenzeit? Und wie sicher sind die Zwischenlager? Nachrüstung, Neubau oder weiter so? Mehr als 60 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zur zweiten Fachtagung des Projektes Atommüllreport am 25.11.2016 nach Würzburg, um über die Probleme bei der Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle zu diskutieren.

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Rubriken: Zwischenlagerung, Fachtagungen

04.05.2018

Symposium Atommüllrecht - Präsentationen und Berichte

Das Projekt Atommüllreport hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wissen zu sichern und die Debatte zu fördern. In diesem Rahmen fand am 23.10.2015 das erste Symposium Atommüllrecht statt. Etwa 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Umweltministerien, Forschung und Wissenschaft, Umweltverbänden und Bürgerinitiativen waren nach Hannover gekommen, um die aktuellen juristischen Entwicklungen in Sachen Atommüll zu beleuchten und zu bewerten. Denn während in Berlin die Kommission Lagerung hochradioaktive Abfälle über die Lagerung von Atommüll diskutiert, werden mit Gesetzen, Verordnungen und Gerichts- und Verwaltungsverfahren Fakten für den Umgang mit radioaktiven Abfällen geschaffen.

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Rubriken: Recht, Fachtagungen

Flyer Fachtagung
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